GGL fordert flexiblere Regulierung bei der Überprüfung des GlüStV 2021
Geschrieben von Xander Vogel · 29.9.2026

GGL fordert flexiblere Regulierung bei der Überprüfung des GlüStV 2021
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat im Zuge der laufenden Überprüfung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 einen dringenden Bedarf an einem anpassungsfähigeren Regelwerk angemeldet; dabei betont die Behörde, dass sich Technologien, Geschäftsmodelle und illegale Angebote schneller weiterentwickeln als gesetzliche Anpassungen erfolgen können, weshalb mehr Flexibilität für eine zeitnahe Aufsicht erforderlich sei.Hintergründe der aktuellen Vertragsprüfung
Der GlüStV 2021 bildet seit seiner Einführung die Grundlage für die Regulierung des Glücksspiels in Deutschland, doch die Behörde stellt fest, dass dynamische Veränderungen im Markt eine raschere Reaktion erfordern; Experten beobachten, wie neue Plattformen und digitale Formate entstehen, während die rechtlichen Rahmenbedingungen nur in festen Intervallen aktualisiert werden können. Die GGL hebt hervor, dass eine starre Gesetzgebung die effektive Überwachung erschwert, insbesondere wenn illegale Anbieter ihre Strukturen fortlaufend anpassen und damit den legalen Markt unter Druck setzen.
Konkrete Forderungen der Aufsichtsbehörde
Im Rahmen der laufenden Evaluierung spricht sich die GGL für Mechanismen aus, die eine schnellere Anpassung von Vorschriften ermöglichen; solche Instrumente sollen es der Behörde erlauben, auf aktuelle Entwicklungen mit gezielten Maßnahmen zu reagieren, ohne auf umfassende Gesetzesänderungen warten zu müssen. Beobachter notieren, dass die Behörde damit eine Balance zwischen Rechtssicherheit und operativer Handlungsfähigkeit anstrebt, während Technologien wie Kryptowährungen oder KI-gestützte Spiele neue Herausforderungen schaffen.
Steigende Zahl von Verbotsverfahren
Parallel zu diesen Überlegungen verzeichnet die GGL einen deutlichen Anstieg bei den Durchsetzungsaktivitäten; die Zahl der Verbotsverfahren erhöhte sich von 68 im Jahr 2022 auf 287 im Jahr 2025, was auf intensivierte Kontrollen und eine wachsende Zahl illegaler Angebote hinweist. Solche Zahlen verdeutlichen, wie die Behörde ihre Ressourcen verstärkt einsetzt, um illegale Plattformen zu identifizieren und zu unterbinden, während gleichzeitig die Forderung nach flexibleren Regelungen laut wird.

Herausforderungen durch technologische und geschäftliche Entwicklungen
Technologische Fortschritte und sich wandelnde Geschäftsmodelle stellen die Aufsicht vor wachsende Probleme, denn illegale Anbieter nutzen oft grenzüberschreitende Strukturen oder neue Zahlungsmethoden, die bestehende Vorschriften umgehen; die GGL argumentiert, dass ohne erweiterte Handlungsspielräume eine effektive Kontrolle kaum möglich bleibt. Forscher und Praktiker im Bereich der Glücksspielregulierung haben festgestellt, dass solche Entwicklungen zu einer Kluft zwischen gesetzlichen Vorgaben und realen Marktbedingungen führen, was die Notwendigkeit einer anpassungsfähigeren Gesetzgebung unterstreicht.
Ausblick auf die weitere Entwicklung
Die laufende Überprüfung des GlüStV 2021 bietet nun die Gelegenheit, solche Flexibilitätsinstrumente zu integrieren; dabei steht im Mittelpunkt, wie zukünftige Regelungen sowohl den Schutz der Spieler als auch die Wettbewerbsfähigkeit des legalen Marktes sicherstellen können. Die GGL verweist in diesem Zusammenhang auf ihre aktuellen Stellungnahmen und Aktivitätsdaten, die den Anstieg der Verfahren sowie die damit verbundenen Herausforderungen dokumentieren.
Schlussfolgerung
Zusammengefasst zeigt die Position der GGL, dass die Regulierung des Glücksspiels in Deutschland vor einer Phase steht, in der Anpassungsfähigkeit zentral wird; die steigenden Verbotszahlen und die schnelle Evolution illegaler Angebote machen deutlich, dass bestehende Strukturen ergänzt werden müssen, um eine wirksame Aufsicht zu gewährleisten. Die weiteren Schritte im Rahmen der Vertragsprüfung werden daher maßgeblich davon abhängen, inwieweit solche Flexibilitätsmechanismen umgesetzt werden.